Österreichischer Wein

Die Österreicher wissen es: Der Wein aus Österreich ist der beste. Denn 73 Prozent des Weines, der im Land getrunken wird, ist österreichischer Wein. Wieso auch zu fremden Flaschen greifen, wenn im eigenen Land 22 Sorten Weiß- und 13 Sorten Rotwein gedeihen?

Auf über 51000 Hektar Rebfläche wachsen hier Reben, aus denen österreichische Weine hergestellt werden. Vor allem im Süden und Südosten des Landes befinden sich die Weinberge, allen voran in Wien und den Bundesländern Niederösterreich, Steiermark und Burgenland. Aber auch in den restlichen Landesteilen findet sich Wein – nur eben weniger. Bekannt ist die Gegend um den Neusiedlersee für ihre lieblichen Weine. Aber Liebhaber aller Weinsorten kommen auf ihre Kosten: 70 Prozent des angebauten Weines sind Weißweine, darunter Sorten wie Müller-Thurgau, Grüner Veltliner, Welschriesling oder Zierfandler. Aber der Rotwein hat in den letzten Jahren aufgeholt: Sorten wie Blauburger, Roter Zweigelt oder St. Laurent werden nicht nur im eigenen Land gerne getrunken.

Eine wirklich lange Tradition hat der Weinanbau in Österreich. Schon in der Hallstattzeit, etwa 800 bis 475 vor Christus, wurde im Burgenland der Traubensaft hergestellt. Das belegen Funde in einem Hügelgrab im kleinen Dorf Zagersdorf bei Eisenstadt. Das gilt übrigens als einer der ersten Beweise für Weinanbau überhaupt.